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Interview - Maurizio Gaffuri

Kaderli Dani 17.04.2014

 

Heute zu Gast ist unser Teamgeist Maurizio Gaffuri

Mauri, die Saison ist in vollem Gang, wie bist du mit der aktuellen Leistung der Mannschaft zufrieden?

Hat die Saison wirklich schon gestartet? Wir sind nicht dort, wo wir sein sollten. Noch funktioniert nicht alles. Manchmal wundere ich mich über die Belehrungsresistenz unseres Teams. Dann kann Schmudi noch so richtige Dinge sagen, stehen wir auf dem Feld, sind sie offenbar vergessen. Aber immerhin ist das Potential vorhanden.

Was muss deiner Meinung nach verbessert werden, um Ende Saison an der Tabellenspitze zu stehen?

Jakob muss besser spielen. Bisher hat er nur einen Hattrick geschossen. Das kann es wirklich nicht sein. Davon abgesehen wäre es an der Zeit, dass wir genauer zuhören und umsetzen, was an uns herangetragen wird.

Wie gefällt dir die Situation im Team, in deiner Linie?

Unsere Linie passt mir sehr. Ich habe keine Technik, dafür laufe ich viel – und Jakob hat Technik und läuft nicht viel. Und die anderen drei in der Linie harmonieren ebenfalls. Was will ich mehr? Die Teamsituation passt mir ebenfalls sehr. Es ist gute Unterhaltung mit den Innebandyjungs zu spielen.

Am Anfang deiner IBZH11 Zeit wurdest du als Teamgeist bezeichnet, jetzt bist du ein Leistungsträger. Was gefällt dir besser?

Mittlerweile wird mit dem «Team»-Wort ein wenig inflationiär bei Innebandy umgegangen. Wir haben nun ja zwei Spieler, deren Namen «Team» bereits enthalten: Teami und Team. Für einen Teamgeist hat es da nicht mehr wirklich viel Platz – oder doch noch? Ich mag den Ausdruck Teamgeist sehr, fühle mich aber ebenso geschmeichelt, wenn man mich als Leistungsträger bezeichnet. In jedem Fall messe ich meine Leistung daran, was ich fürs Team geleistet habe. Mir ists egal, obs der Jakob oder ich ist, der ein Tor schiesst. Hauptsache wir spielen gut und wenn ich meinen Teil leisten kann, bin ich zufrieden Aber nochmals zurück zum Thema Teamgeist vs. Leistungsträger: Vielleicht müsste man eine Verbindung machen? Leistungsgeist oder Teamträger? Letzteres ist schon fast ein wenig grössenwahnsinnig, aber dann wiederum auch nahe beim Flaschenträger. Wenn ich dann alt bin, kannst du mich Flaschengeist nennen.

Du hattest vor ein paar Wochen eine etwas ungewöhnliche Verletzung an deiner Hand, was war passiert?

Nun, in einer heroischen Tat – dem Versuch für Holz und damit wohliger Wärme zu sorgen – hat mich ein Kollege (ehemaliger ETH-Doktorand) mit einer Kettensäge – ähm – angesägt. Glücklicherweise hat er sowohl Sehnen wie Knochen verpasst und nur Haut und Fleisch zerfetzt. Böse Stimmen behaupten, dass er es nicht ertragen konnte, dass ich besser klettere wie er. Noch bösere Stimmen bemerkten, dass die Kombination zweier Hochschulabgänger beim Holzen zwingendermassen zu einem Unfall führen müsse.

 

Danke, dass Du dir die Zeit genommen hast!