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Interview - Jake Frei

Claudio Fässler 02.12.2013

 

Endlich wieder mal ein Interview, heute zu Gast unser Jungspund Jake Frei!

 

Jake, nach langem hin und her zwischen GC und Innebandy hast du dich dieses Jahr für Innebandy Zürich 11 entschieden. War es das Richtige? Und warum? 

In diesem Sommer ging es wieder darum mich zu entscheiden, ob ich weiterhin auf die Karte Leistung setzen-, oder einfach nur Spass am Unihockey haben will. Bei GC hatte ich nicht immer einen einfachen Stand, auch war ich letzte Saison einige Zeit verletzt und konnte danach dank einer Doppellizenz für Innebandy spielen. Während dieser Zeit, als ich sowohl bei GC als auch bei Innebandy trainiert habe wurde mir
klar, dass ich zu IBZH11 zurückkehren will. Ich bereue die Zeit bei GC nicht. Ich habe in meinen drei Jahren dort viel gelernt und bin meinen Trainern sehr dankbar.

Bei Innebandy habe ich mit acht Jahren angefangen Unihockey zu spielen. Dieser Verein hat mir viel gegeben und mich immer unterstützt. In der ersten Mannschaft spielen meine besten Kollegen und so war mir von Anfang an klar, dass wenn ich GC wieder verlasse, ich zu IBZH11 zurückkehren will.

Ich habe lange darüber nachgedacht. Doch jetzt nach einigen Monaten zurück bei Innebandy bin ich mir sicher, für mich persönlich war es die richtige Entscheidung.

Du spielst ja in der Nationalmannschaft von Grossbritannien. Im Januar steht die nächste WM-Qualifikation an, wie siehst du eure Chancen für eine Qualifikation? 

Wir haben dieses Jahr ein sehr gutes Kader und definitiv die besten Spieler seit ich für das Team GB spiele. Jedoch wird es in einer Gruppe mit unter anderem Tschechien (Weltranglisten 4.) oder Deutschland (letztjähriger Halbfinalist an der WM) sehr schwierig. Es qualifizieren sich nur die ersten zwei Teams direkt, und die besten Drittplatzierten im Quervergleich für die WM. Dann kommt noch dazu, dass unsere Gruppe ein Team mehr hat als die Anderen und so wird das Resultat gegen den am Ende Letztplatzierten gestrichen.

Für mich wird die WM-Qualifikation eine Erfahrung werden, auf die ich mich sehr freue. Wir müssen realistisch bleiben und einsehen, dass wir klar Aussenseiter sind. Dennoch gibt es durchaus Teams in der Gruppe, die wir schlagen können. Unsere restlichen drei Gegner sind Österreich, Holland und Dänemark. Ich konzentriere mich darauf, in jedem Spiel alles für das Team zu geben und dann sehen wir, was dabei rauskommt J

Wo steht die 1 Mannschaft von Innebandy Ende Saison deiner Meinung nach? 

Nachdem wir letzte Saison an die Aufstiegsspiele gereist waren, wo wir etwas unglücklich zwei Unentschieden spielten und somit nicht aufgestiegen sind, liegen die Erwartungen unserer Spieler selbst sehr hoch. Alle möchten nächste Saison wieder zurück in der 2. Liga spielen.

Ich glaube, dass das durchaus möglich ist. Unser Team ist stärker geworden und ich sehe viele, vor allem junge Spieler die in diesem Sommer nochmals einen grossen Sprung gemacht haben. Ich freue mich auf die Saison und bin zuversichtlich dass wir am Ende ganz weit oben sein werden J

Du bist wie jedes Jahr Anwärter für den Topscorer. Was denkst du, liegt dieser 

Titel nach der versäumten ersten Runde noch drin? 

 Ich war während der ersten Runde in London und habe natürlich alles mit verfolgt. J Ich dachte die stärksten Scorer der letzten Jahre, Ivo und Claudio werden mir eine Lektion erteilen wollen, jedoch blieben beide ohne Tor. Es ist in unserem internen Duell alles noch offen, jedoch ist am Ende nur wichtig, dass wir mehr Tore als die Gegner erzielen.

 

Herzlichen Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast!!