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Was für ein Wochenende

Redaktion 15.04.2019

Was war das für ein Wochenende!

Der Versuch eines Berichtes, die mehr das Erlebnis um die Spiele als die Spiele selber in den Mittelpunkt stellen soll.

Samstag 13.04.2019

13:30 Uhr, die ersten Helfer & Spieler der Herrenmannschaft treffen im "Obstirümli" ein, starten mit dem aufkochen des Wassers für die Spaghetti. Nach mehreren Versuchen und immer anderen Techniken gelang es dann schlussendlich, alle 25 Personen mit Spaghetti zu versorgen. Gerade noch rechtzeitig, bevor die kurze Ansprache der Coaches und das anschliessende Motivationsvideo auf dem Programm standen. Es wurde betont, dass man nur das eigene Spiel machen muss und sich weder auf den Gegner noch auf sonst jemanden konzentrieren soll. Danach reiste das Team gemeinsam nach Eschenbach.

Die ersten, welche eintrafen haben die vorab als "geräumig" verkaufte Garderobe möglichst zweckmässig hergerichtet. Ein paar Bilder aus vergangenen Jahren, das Grosse Bandylogo und und und……. Es sollte an nichts fehlen, sogar Kaffee konnte in der eigenen Garderobe gebrüht werden. Nach dem Eintreffen des restlichen Teams merkte man, wie die Anspannung & Vorfreude zu spüren war. Was sich später noch als Hindernis herausstellen sollte.

 

 

Das Einlaufen durch den Captain Alesch Marty verlief hektisch und unkonzentriert. Prompt lag man im ersten Spiel gegen den UHC Lugano nach 30 Sekunden mit 0:1 im Rückstand. Kein Start nach Mass. Danach war das Team etwas mehr bei der Sache, man hatte das Spiel im Griff, scheiterte jedoch im Abschluss immer wieder an eigenem Unvermögen. Vermutlich waren einige zu nervös oder übermotiviert, was wie eine Bremse wirkte. Man hatte unzählige Abschlüsse und gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, was am Resultat aber nichts mehr änderte. Das erste Spiel war vorbei, die erste Niederlage bereits Tatsache. In der Garderobe das grosse Entsetzen, niemand wusste wieso ein solches Spiel verloren gehen kann. Nach kurzer Besprechung wurde geduscht und die Heimreise angetreten. Das zweite Spiel als Vorbereitung zu schauen hielten die Coaches für Zeitverschwendung. "Wenn wir unser Spiel machen, müssen wir nicht auf die anderen schauen". So war man bereits um 20:15 Uhr wieder zuhause in Zürich, konnte sich regenerieren und vorbereiten auf den Sonntag. Einen Sonntag, der als legendär in die Geschichte der Bandys eingehen wird.........

 

Sonntag 14.04.2019

08:00 Uhr – Schneeflocken im Froni! Wer hätte das gedacht? Beim Treffpunkt am frühen Morgen fielen tatsächlich noch Schneeflocken vom Himmel. Kalt war es, auch deshalb wurde der Morgenspaziergang kürzer als geplant gehalten. Kurze Inputs des Trainerstaffs am Anfang und danach kurz etwas durchlüften im nahegelegenen Wald war angesagt, Bevor man mit rund 20 Angehörigen im Car los fuhr, wieder Richtung Eschenbach mit derselben Mission. In der Halle angekommen war es die Kaffeemaschine in der Bandy Garderobe, welche mit Abstand die beliebteste war. Es trafen immer mehr und mehr Bandys ein. Sogar die Stammesältesten Willy, Berni sowie Gimma liessen sich blicken. Beim Start des ersten Spiels um 11:00 Uhr gegen Pfannenstiel waren bestimmt 20 Bandyfans in der Halle. WOOWWWWW!

Das Spiel begann wieder wie das erste Spiel, mit einem Gegentreffer für die falschen Farben. Jedoch war die Anspannung vom Samstag deutlich weniger zu spüren. Die Bandys machten ihren Job um einiges besser als am Vortag und konnten durch Geiser verdient ausgleichen. Es wurde ein erstes Mal laut in der Halle, die Bank sowie die Fans unterstützen die Spieler auf dem Feld nun tatkräftig. Der Erfolg blieb vorerst aus, wieder waren es die Egger, welche in Front gingen. Dies blieb bis zur Pause so, ein kurzes durch schnaufen, sich auf das wesentliche konzentrieren und es ging bereits weiter. Nun machten wieder die Bandys das Spiel, man merkte bei jedem dass man mehr wollte als nur mitspielen. Und prompt war es Feller, in seinem zweitletzten Einsatz für die Bandys, der den erneuten Ausgleich erzielte! Nun war es richtig laut. Die Bandys waren wie verwandelt, machten ab sofort permanent Druck auf den gegnerischen Torhüter. Dieser musste bis zum Schluss der spektakulären Partie noch zweimal hinter sich greifen. Nochmals Geiser und der junge Ulrich konnten am Schluss zum verdienten Sieg ein netzen.

Das änderte einiges an der Einstellung des Team und der Stimmung auf den Rängen. Immer mehr Angehörige, Freunde, Ehemalige Spieler trafen ein. Die lange Zeit zum letzten Spiel verging sehr schnell durch die Gespräche untereinander. Bis zum Schluss fanden sich 50 bis 60 Bandyfans in Eschenbach ein, es war alles bereit für die Finalissima. Wie der Modus bzw. die Wertung an den Aufstiegsspielen ist zwar heute immer noch nicht ganz klar, jedoch wussten wir das ein Sieg Pflicht ist, um die Chancen auf den Aufstieg zu waren.

Der Einstieg in die Partie war perfekt, nach nur 30 Sekunden jubelten die Bandyfans zum ersten Mal! Frei hatte keine Lust zu warten bis man wieder in Rückstand gerät. Danach war das Spiel ausgeglichen und äusserst spannend. Keine der beiden Mannschaften konnte sich wirkliche Vorteile herausarbeiten. Und doch hatten die Eschenbacher mehr Abschlussglück. Beim Gegner fielen die Tore an diesem Wochenende einfach schneller als bei uns. So zogen die Eschenbacher bis zur Mitte der 2. Halbzeit auf 1:3 davon. Bei den Bandys versuchte man nochmals alles, stellte auf zwei Linien um und machte Druck in sämtlichen Situationen. Durch diverse Strafen in den Schlussminuten gab es Platz auf dem Feld, diesen nutzte Geiser für den Anschlusstreffer zum 2:3. Alle glaubten noch daran, von den Fans nach vorne gepeitscht, versuchte man alles, scheiterte jedoch am Schluss an der Sirene. Die Zeit reichte einfach nicht mehr und so musste man die zweite Niederlage mit nur einem Tor Unterscheid an diesem Wochenende hinnehmen. Man muss festhallten das man über das gesamte Wochenende zu wenige Tore erzielt hatte. Mit der defensiven Leistung kann man durchaus zufrieden sein. Auch dank den drei starken Torhüter Meier, Brun, Parletta. In der Offensive und im Torabschluss gilt es sich zu verbessern im Hinblick auf die kommende Saison 2019/20, wenn man den Sprung in die 3. Liga schaffen will.

 

Der ESV Eschenbach ist mit 3 Siegen in 3 Spielen der verdiente Aufsteiger, wir gratulieren ganz herzlich und wünschen kommende Saison viel Erfolg in der 3. Liga.

 

Was nach diesem Spiel dann bei den Bandys passierte ist genau das, was dieses Team und vor allem diesen Verein ausmacht. Man traf sich kurz in der Garderobe, der Frust war riesig. 5 Minuten, in denen man kurz und radikal auf die Saison zurückblickte und danach das auspacken des Schuh's, der neuen Bandy-Trophäe. Jeder bekam einen Hopfensmoothie, auch alle Gäste, welche Durst hatten wurden von den Spielern versorgt. Es verflog die riesige Enttäuschung und es machte sich die Freude über die gute Saison breit. Man feierte immer ausgelassener. Die Carfahrt nach Hause wurde zu einem (sehr schlechten) Konzert und die kleine Feier im Obstirümli wird in der Geschichte als LEGENDÄR eingehen...

 

Wir möchten damit DANKE sagen! DANKE an all diejenigen, welche uns während der ganzen Saison und an diesem Wochenende unterstützt haben! Es ist schön zu sehen, dass die Bandyfamilie mittlerweile riesig geworden ist und bereits über mehrere Generationen wächst!

Danke auch an alle Eltern, Frauen und Freundinnen, welche Woche für Woche auf die Jungs verzichten, nur das diese dem löchrigen Ball nachrennen können und verschwitzte, nach Rosen duftende Kleider zum Waschen nach Hause bringen. Ihr alle seid die wahren Helden!

 

DANKE AN DIE GESAMTE BANDYFAMILIE!

 

WIR WERDEN WEITERARBEITEN UND IM HERBST NOCH STÄRKER ZURÜCK KOMMEN, VERSPROCHEN!!!