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Ein (fast) magischer Abend

Forster Michael 28.06.2019

Die Cupsaison von Innebandy Zürich 11 hat am vorletzten Sonntag ein Ende gefunden auch wenn nur sehr knapp.  Kaum jemand hat vor dem Spiel gegen den Vertreter aus der Nationalliga B, den UHC Sarganserland, an eine ernsthafte Chance geglaubt, ausser der Trainerstaff.

Einer weit weg, der andere ganz nah. Andi Schmid verpasste es nicht die ganze Mannschaft bereits am frühen Morgen mit Motivationszusprüchen aus dem fernen Finnland zu überhäufen. Und Dani Kaderli fand lange vor dem Spiel draussen auf dem Areal der Sportanlage Fronwald genau die richtigen Worte um die Bandys zu motivieren und zu Höchstleistungen zu bringen.

Das Einschiessen war eher ruhig, die Mannschaft wirkte sehr konzentriert. Innebandy spielte mit zwei Linien um die Pace hochzuhalten und den Gegner so lange wie möglich zu ärgern. Coach Kaderli forderte eine defensiv solide Leistung und ermahnte, dass keine dummen Strafen in der Offensiven Zone genommen werden sollten.

 

 

Die ersten Minuten des Spiels waren sehr intensiv. Sarganserland wartete auf Fehler, liess Innebandy aber bis drei Meter vor der Mittellinie gewähren. Bei eigenem Ballbesitz bekundeten die Bündner Mühe mit dem defensiven System der Bandys. Nach etwas mehr als neun Minuten war es der Captain Alesch Marty, der anstatt den Ball zu „fischen“, den Stock des Gegners traf und dadurch auf die Strafbank musste. Eine dumme Strafe, die Coach Kaderli eigentlich vermeiden wollte. Das Powerplay der Gäste war extrem drückend, die Bandys konnten über 90 Sekunden nicht wechseln, was dann wohl der Grund war, wieso eine Lücke aufging, worauf sich der Captain der Sarganser ein Herz fasste und ins Schwarze traf. 1:0 für die Gäste. Zwei Minuten später musste Torwart Meier schon wieder hinter sich greifen... War der Bann gebrochen und das Scheunentor geöffnet? Nein, den fünf Minuten später konnte Ivo Steiger eine Direktabnahme von Raphael Inglin verwerten. Im ersten Powerplay der Bandys, provoziert von Youngster Dario Ulrich waren sie gleich erfolgreich und verkürzten so vor der Pause auf 2:1.

 

Das zweite Drittel begann mit einem Paukenschlag. Man war kaum aus der Kabine war der Ball schon drin. Leider auf der falschen Seite. Nur gerade 35 Sekunden brauchten die Bündner um den Ball im Tor der Bandys unterzubringen. Und nun, totale Verunsicherung? Nein, auch diesmal kam die Antwort der Zürcher postwendend. Nur 58 Sekunden später war das eine Tor wieder aufgeholt. Roman Geiser konnte sich den Ball in der Zone des Gegners erkämpfen und schloss gleich selber ab. Der Torwart hatte keine Chance. Danach gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten, Michael Forster konnte eine weitere Strafe gegen den Gegner herausholen, leider resultierte kein weiteres Tor. Die Gegner kamen in dieser Phase des Spiels zu mehr Chancen aber Innebandy vermochte auch dank der Leistung des Torhüters Roman Meier dagegen zu halten und mit nur einem Tor Rückstand in die zweite Pause zu gehen.

 

Die Gäste starteten wieder besser ins Drittel vermochten diesen Vorteil aber nicht in Tore umzumünzen. Langsam bemerkte man die Nervosität der Gäste. Nur ein Tor trennte die Bandys von der Verlängerung, das Publikum machte nun extrem Stimmung und trug dazu bei, dass die leeren Energietanks des Heimteams  aufgefüllt wurden. Die letzten zehn Minuten brachen an. Die Bandys waren nun besser, die Überraschung lag in der Luft. Die Sarganser versuchten nur noch den Ball zu halten. Sieben Minuten vor Schluss war es wieder ein Sarganser der auf die Strafbank musste. Die Chance für die Zürcher. Aber leider blieb auch diese Möglichkeit ungenutzt. Danach drückte nur noch eine Mannschaft. Angepeitscht von den zahlreichen Fans wollte man unbedingt noch den Ausgleich erzielen. Aber auch mit den letzten Kräften war es nicht möglich noch einmal ein Tor zu erzielen. So endete das dritte Drittel 0:0.

 

Die Sarganser waren sicher der verdiente Sieger, aber die Art und Weise wie das Team von Coach Kaderli aufgetreten ist, macht Lust auf mehr. Jetzt wartet das Sommertraining und danach wird der Aufstieg in die 3. Liga ins Auge gefasst. Mit dem Willen und der Moral vom vergangenen Spiel liegt in der kommenden Saison einiges drin! Wir freuen uns!

 

Innebandy Zürich 11 : UHC Sarganserland           2 : 3 (1:2)(1:1)(0:0)  

 

[02:20] 0:1 (Ausschluss Marty); [08:00] 0:2; [12:50] 1:2 Steiger (Inglin); [25:25] 1:3; [31:10] 2:3 Geiser.  

 

Aufstellung Innebandy Zürich 11: Meier Roman, Brun Wenzel; Baldinger Martin, Berginz Mark, Brönnimann Jarno, Chatelain Loris, Forster Michael, Frei Jake, Frick Markus, Geiser Roman, Inglin Raphael, Marty Alesch (C), Steiger Ivo, Smaheem Mohammed, Stern Joel, Vergara Franko, Ulrich Dario. Coach: Kaderli Daniel